Sprechende Schuluniformen und viel nackte Haut – BluRay-Review Kill la Kill

"Kill la Kill" BluRay Vol.1-Review

Bereits Ostern angekündigt und im Simulcast bei peppermint gelaufen, können sich seit dem 01. August nun auch alle anderen einen Eindruck von der ersten größeren Produktion des Animationsstudio Trigger machen. Die 2013 in Japan ausgestrahlte Anime-Serie Kill la Kill ist seit kurzem nun auch auf DVD und BluRay im deutschen Handel erhältlich. Ich habe mir die Serie bereits vor zwei Monaten vorbestellt und nun kam auch ein Exemplar der streng limitierten Sammelausgabe (Vol.1 inklusive Sammelschuber) bei mir an. Zeit also diese doch recht ungewöhnlichen Serie etwas näher unter die Lupe zu nehmen.

 

STORY:

Im Zentrum der Handlung steht das Mädchen Ryuko Matoi, welche mit einer großen halben Scherenklinge durch das Land zieht, immer auf der Suche nach dem Träger des passenden Gegenstücks. Dieser hatte nämlich vor mehreren Jahren ihren Vater umgebracht. Seit dem schwor sich Matoi den Träger zu finden und zur Strecke zu bringen. Bei ihrer Reise gelangt sie eines Tages an die Honnouji-Akademie, welche unter der tyrannischen Herrschaft der Schülerpräsidentin Satsuki Kiryuin und den „Elite-Vier“ steht. Diese besitzen durch ihre sogenannten „Goku-Uniformen“ übermenschliche Kräfte, was Ryuko bei ihrem ersten Aufeinandertreffen mit Satsuki schmerzlich erfahren muss, als sie dieser unterliegt. Kurze Zeit später findet sie die sprechende Uniform Senketsu, eine sogenannte Kamui (zu deutsch: Götterrobe) und Erbe ihres verstorbenen Vaters. Nun auch mit übermenschlichen Kräften ausgestattet, tritt sie ihren Feldzug gegen Satsuki und die Schülerversammlung an, um die Wahrheit über den Mord an ihren Vater aufzudecken.

Mehr sei hier zur Story nicht verraten, da sich jeder selbst ein Bild von dieser machen sollte. 😉 Bereits die erste Folge wirft einem den überdrehten Stil der Serie gerdezu entgegen. Wer sowas mag, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten. Bisher hat mich die Story gut unterhalten, auch wenn es jetzt sicher nicht die tiefgreifenste war. Zumindest kann ich das über die ersten sieben Folgen sagen, die sich auf der 1.Volume befinden. Da die Serie aber 25 Folgen umfasst, lässt das noch viel Raum für weitere Entwicklungen im Handlungsstrang. In den einzelnen Folgen ist meistens ein großer Anteil von Slapstick-Einlagen und Fanservice dabei, was mich persönlich nicht stört, für andere aber auf Dauer vielleicht zu viel sein könnte.

Bewertung: 8/10

CHARAKTERE:

Meiner Meinung nach, sind es gerade die verschiedenen Charaktere, von denen Kill la Kill lebt und begeistert. Vor allem die verschiedenen Mitglieder der Honnouji-Akademie sind wunderbar schräg und überzeichnet. Jeder der verschiedenen Clubpräsidenten scheint verrückter und irrer als der Vorherige zu sein. Dies sorgt für viele Lacher und ließ bei mir auch kein Auge trocken. Das Charakterdesign und der Animationsstil von Sushio sind geradezu perfekt auf die einzelnen Charaktere abgestimmt.
Ryuko ist schnell aufbrausend und cholerisch, während Satsuki das komplette Gegenteil ist – kühl, berechnend und extrem herrisch. Die „Elite-Vier“ ergänzen das ganze noch auf wunderbare Weise: der kämpferische Vorsitzende des Sportausschusses Uzu Sanegeyama, der strategisch agierende Vorsitzende des Ausschusses für Information und Strategie Hōka Inumuta, der penible und leicht reizbare Vorsitzende des Disziplinarausschusses Ira Gamagoori und die scheinbar niedliche, aber in Wahrheit äußerst freche und sarkastische Vorsitzende des Kulturausschusses Nonon Jakuzure. Letztere avancierte zu meinem heimlichen Lieblingscharakter der Serie. Auch die Nebencharaktere überzeugen durch ihre komplette Überdrehtheit und wirken selten fehl am Platz.

Bewertung: 10/10

SYNCHRONISATION:

Über die deutsche Synchros von Animes lässt sich ja bekanntlich streiten. Im Vegleich kommt man auch hier nicht wirklich an das Original heran, jedoch sind die Sprecher zum größten Teil gut gewählt und zeigen eine gute Leistung.

Im O-Ton wird Ryuko Matoi von Ami Koshimizu gesprochen, vielen sicher noch bekannt als Claes aus Gunslinger Girl, Aika Sumaragi aus AiKa R-16: Virgin Mission, oder als Kallen Stadtfeld aus der Serie Code Geass: Leouche of Rebellion. Im Deutschen leiht Gundi Eberhard Ryuko ihre Stimme, eine wie ich finde sehr passende Wahl. Vielen ist sie als Miwako Sato aus Detectiv Conan bekannt, vertonte weiterhin aber auch etwa Hana aus Ame&Yuki, oder Jody Hayward aus El Cazador de la Bruja.
Satsuki Kiryuin bekommt ihre Stimme im Japanischen von Ryōka Yuzuki, die einige vielleicht aus Pandora Hearts und The World God Only Knows kennen. Im Deutschen wird sie von Sandra Lühr gesprochen, die relativ neu auf dem Gebiet der Anime-Synchronisation ist, und eher als Sprecherin aus Werbung und Videospielen bekannt ist. Dafür, dass es sich bei Kill la Kill um ihre erste Sprecherrolle in einem Anime handelt, liefert sie meiner Meinung nach eine sehr gute Leistung ab.
Nonon Jakuzure wird im Original von der noch relativ unbekannten Mayumi Shintani  vertont, während im Deutschen Nina Amerschläger ihr ihre Stimme leiht (bekannt als Rika Shinozaki alias Lizbeth aus Sword Art Online, Inori Yuzuriha aus Guilty Crown, oder Saya Otonashi aus Blood+). Weiterhin sind im Deutschen u.a. Dirk Hardegen, Annette Potempa, Matthias Keller, Richard van Weyden (sicher vielen als General Shepherd aus Call of Duty: Modern Warfare 2 bekannt), oder Iris R. Hassenzahl (Saber aus Fate/Stay Night: Unlimited Blade Works und Fate/Zero) zu hören.

Bewertung: 4/5

BILD&TON:

Auf der BluRay wirken die Animationen flüssig und sauber. Das ganze erstrahtl zudem in vollen 1080p, also Full-HD. Allerdings verwunderte mich die doch recht körnige Bildqualität, was aber wohl eher dem Animationsstil geschuldet ist, als der Komprimierung. Beim Ton sieht es da schon etwas anders aus. Statt für einen Standard DTS-HD-Master 5.1 (oder 2.1), entschied man sich für das Format LPCM2.0. Dieses hat zwar den Vorteil, dass es kaum zu Qualitätsverlusten im Ton kommt, aber gleichzeitig wird für die Tonspur auch mehr Speichermenge benötigt. Da die BluRay aber nur zwei Tonspuren aufweist (Deutsch und Japanisch), dürfte diese Entscheidung kaum zu Problemen führen. Allerdings liegt der Ton als LPCM2.0 nur in Stereo vor, sodass Besitzer von Sourround-Anlagen leider nicht voll auf ihre Kosten kommen werden.

Bewertung: 4/5

VERPACKUNG:

Die limitierte Sonderausgabe umfasst die 1.Volume und kommt mit einem hübschen Sammlerschuber daher. Das Frontcover des Sammelschubers zeigt fast alle wichtigen Charaktere der Serie und ist meiner Meinung nach gut gewählt. Auf der Rückseite kann man nocheinmal die beiden Hauptcharaktere der Serie Ryuko Matoi und Satsuki Kiryuin bewundern. Die Verpackung des 1. Volumes hält sich in einem ähnlichen Farbstil und wird auf der Vorderseite mit Ryuko in einer tollen Pose verziert. Von der Qualität orientiert sich peppermint erneut an den Verpackungen von Sword Art Online und Fate/Zero. Im Regal macht die Serie im Sammelschuber also schon was her.

Bewertung: 4.5/5

 

Volume 1 von Kill la Kill im schicken Sammelschuber gibt es bereits ab 36,99€ zu erwerben
Volume 1 von Kill la Kill im schicken Sammelschuber gibt es bereits ab 36,99€ zu erwerben

PREIS:

Für die BluRay im Schuber wird ein Preis von 36,99€ ausgewiesen. Bei 7 Folgen macht dies demzufolge 5,28€ pro Folge, was ein akzeptabler Preis ist, bedenkt man, welche Preise in Japan für bereits nur eine Folge gezahlt werden. Die DVD-Version ist mit 38,99€ überraschender Weise etwas teurer als die BluRay. Womöglich hat peppermint anime die aktuellen Entwicklungen gut erkannt und versucht nun verstärkt in die blauen Scheiben zu investieren.

Bewertung: 4/5

FAZIT:

Wer auf eine abgefahrene und irre Story, mit genau so überdrehten und verrückten Charakteren, sowie eine Menge Action, Humor und Slapstick steht, kommt bei Kill la Kill ohne Zweifel auf seine Kosten. Die Serie ist bereits jetzt zu einem meiner Favoriten in diesem Jahr geworden und ich bin gespannt auf die weiteren Volumes. Daher von meiner Seite aus eine klare Kaufempfehlung!

Gesamtbewertung: 34.5/40

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Fanart-Quelle

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