Von Nixen und Geistern – Manga-Review: AiON

Nach Cheeky Vampire brachte der Carlsen-Verlag mit der 11-teiligen Manga-Reihe AiON eine weitere Erfolgsserie der Autorin Yuna Kagesaki nach Deutschland und begeisterte so die Fans. Ob sich ein Blick auch für Neuankömmlinge im Mangabereich lohnt, verrate ich hier.

Story:

Der junge Schüler Tatsuya muss einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Seine Eltern sterben bei einem tragischen Verkehrsunfall und hinterlassen ihm ein Millionenerbe. Zusammen mit seiner Tante und Onkel, die es beide nur auf das Erbe abgesehen haben, lebt er in einer großen Villa. In der Schule wird er einestages Zeuge an einem Kampf zwischen seiner mysteriösen Mitschülerin Seine und einer weiteren Klassenkameradin. Später stellt sich heraus, das Seine einen Art Geist namens AiON kontrolliert, mit dessen Hilfe sie Würmer aus dem Meer bekämpft, welche von den Menschen besitz ergreifen. Doch die dämonischen Würmer sind nicht die größte Bedrohung aus dem Meer, wie Tatsuya und Seine – die mittlerweile bei ihm mehr oder weniger freiwillig untergekommen ist – feststellen müssen. Eine Gruppe von Nixen verfolgt einen Plan, der das Leben vieler Menschen an der Küste bedroht…
Soviel sei an dieser Stelle zur Story von mir verraten. Mit AiON hat Yuna Kagesaki in meinen Augen einen würdigen Nachfolger für Cheeky Vampire entworfen und spricht daher verstärkt Fans ihrer bisherigen Werke an.Was jedoch gerade in den späteren Bänden auffällt, ist die verstärkt düstere Atmosphäre der Reihe. Aber auch die gehörige Portion Romantik, wie man sie bereits aus Cheeky Vampire kennt, findet man hier wieder.

Charaktere:

AiON
© Yuna Kagesaki / Carlsen-Verlag

Typisch für Kagesaki werden die Hauptprotagonisten im Laufe der Handlung, die durchaus zu fesseln vermag, immer wieder vor schwere Entscheidungen und Schicksalschläge gestellt. Auffallend ist jedoch der Charakter von Seine, welcher im Gegensatz zu der herzenslieben und leicht naiven Karin Maaka aus Cheeky Vampire, eher pessimistischer und von leicht aufbrausender Natur ist. Den männlichen Gegenpart übernimmt der Schüler Tatsuya, der meiner Meinung nach zu Beginn allerdings sehr naiv rüberkommt. Dies bessert sich etwas im Laufe der Handlung, allerdings war es ein Charakter, mit dem ich nicht so richtig warm werden konnte. Mit Nagisa, der Kindheitsfreundin von Tatsuya, wird ein ähnlicher Charaktertyp wie Maki aus dem Vorgänger Cheeky Vampire eingeführt und auch das Aussehen der beiden Charaktere ähnelt sich sehr. Wirklich interessant dagegen fand ich die Zwillinge Shizuki und Yuzuki, deren wahre Absichten erst in der späteren Handlung wirklich klar werden.
Auch die einzelnen Nixen, allen voran Shila, fand ich persönlich sehr gelungen, da sich jede auf ihre eigene Weise an Seine zu rächen versucht und nicht jeder als durch und durch böse einzuschätzen ist.

Zeichnung:

Yuna Kagesaki bleibt ihren Stil, wie man ihn bereits aus Cheeky Vampire kennt, treu. Die Emotionen finde ich passend dargestellt, lediglich die Hintergründe sind an manchen Stellen etwas minimalistisch gehalten, was aber nicht so sehr stört. Was den einen oder anderen vielleicht stören könnte, ist die Tatsache, dass das Design der Charaktere doch schon stark denen aus Cheeky Vampire ähnelt. Da ich die aber gut fand, störte mich das aber nicht wirklich.

Fazit:

Wer bereits Cheeky Vampire mochte, kann hier wieder bedenkenlos zugreifen. Yuna Kagesaki bleibt ihrem Stil und Erfolgsrezept treu und schafft es so erneut einen zu fesseln. Mit 11 Bänden ist AiON allerdings etwas kürzer als der Vorgänger. Ob auch anderen die Story gefällt, muss jeder selbst entscheiden.

Aion bei Carlsen

 

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