Angriff der Untoten – Manga-Review: Sankarea

Von den Toten Auferstandene? Untote? Oder sogar ein mysteriöser Virus, der alle Lebenden in blutrünstige Bestien verwandelt? Für den jungen Chihiro Furuya sind Zombies die große Leidenschaft. Durch Zufall stößt er auf ein Rezept, welches Tote wiederbeleben soll und probiert es sogleich an seiner verstobenen Katze aus. Unerwartete Hilfe bekommt er dabei von dem Mädchen Rea Sanka, die sehr unter ihrem strengen Elternhaus leidet.

Worum geht es?

Der Oberschüler Chihiro Furuya hat ein etwas seltsames Hobbie, denn seit seiner Kindheit liebt er Zombies. Kurz nach dem Tod seiner geliebten Katze, beginnt er Nachforschungen zu betreiben und stößt dabei auf ein altes Rezept, welches angeblich die Toten wiederbeleben soll. Hilfe bekommt er bei seinen dubiosen Experiment von dem Mädchen Rea Sanka, welches auf die benachbarte Mädchenoberschule geht. Das Mittel scheint allerdings wirkungslos zu sein und Chihiro gibt entmutigt auf. Da Rea sehr unter der strengen Obhut ihres Vaters leidet, nimmt sie aus lauter Verzweiflung heimlich etwas von dem Mittel, in der Hoffnung davon zu sterben. Als dies jedoch nicht geschieht, versucht sie ihrem Elternhaus zu entfliehen und kommt dabeit tatsächlich ums Leben. Nun zeigt sich, dass das Mittel doch Wirkung gezeigt hat, denn Rea erwacht als Zombie-Mädchen wieder!

Die Handlung

Mal zur Abwechslung keine unerklärliche Pandemie oder ein Fluch, der die Untoten heraufbeschwört, sind hier der Grund für die Zombies. Auch eine wirkliche Zombie-Apokalypse findet nicht statt. Stattdessen verläuft die Handlung eher nach dem klassischen Romantik-Comedy-Schema. Doch das tut die Reihe auf wirklich unterhaltsame Weise und auch die „Alltagsprobleme“ eines Untoten werden auf lustige Weise beleuchtet. Ob Totenstarre, abfallende Körperteile oder der allmähliche Verfäulnisprozess, der sich besonders an heißen Sommertagen bemerkbar macht, stellen die Helden nicht selten vor eine große Herausforderung. Doch auch Reas stärker werdende Trieb nach Menschenfleisch entpuppt sich nach und nach als wahres Problem für Chihiro.

Die Charaktere

Chihiro stark ausgeprägte Zombieleidenschaft treibt ihn dazu, selbst Zombies zu erschaffen, weswegen er auch zu Beginn verbissen an dem Mittel zur Wiederbelebung seiner toten Katze Baabu arbeitet. Als auch Rea zum hübschen Zombie-Mädchen wird, scheinen alle seine Träume in Erfüllung gegangen zu sein. Neben seinem seltsamen Fabel für Zombies, ist Chihiro auch ein wahrer Katzenfreund. Oft wird er deshalb selbst mit Katzenaugen und einer entsprechenden Frisur dargestellt.

Rea scheint für Außenstehende wie ein glückliches Mädchen aus reichem Hause zu sein. Sie lässt sich jedoch nicht anmerken, dass sie in Wahrheit unter ihrem Vater leidet, welcher ihre Freiheit einschränkt und sie sich deswegen wie in einem Vogelkäfig eingesperrt fühlt. Nachdem sie zum Untoten wurde und dadurch ihrer Familie entkommen konnte, beginnt sie ihre neue Freiheit in vollen Zügen zu genießen.

Die Nebencharaktere ergänzen das gute Bild um die beiden Hauptcharaktere. Gerade Chihiros leicht seniler Großvater kommt hier oft amüsant daher, scheint aber auch viel über das angebliche Wundermittel zu wissen. Chihiros Cousine Wanko bringt zusätzlich noch etwas Chaos in das Gefühlsleben unseres Protagonisten.

Die Zeichnung

Sankarea hat einen vergleichsweise simplen Zeichenstil, schafft mit seinen klaren Linien und Zeichnungen aber ein schönes Gesamtbild. Das besondere Merkmal sind hier die bereits schon erwähnten katzenhaften Mimiken von Chihiro, wodurch der Manga insgesamt etwas „süßer“ daher kommt. Doch auch in den etwas ernsteren und gruseligeren Momenten kann der Zeichenstil überzeugen.

Das Fazit

Zugegeben ist Sankarea etwas speziell, das neue Konzept der Zombies mag vielleicht nicht jeden überzeugen. Doch für mich punkten hier in erster Linie die sympathischen Charaktere, die das Lesen zu einem echten Spaß machen. Wer eine gute Mischung aus Romance, Comedy mit einer Priese Ecchi sucht und zusätzlich auf Zombies steht, wird hier garantiert seine Freude haben.


 

Cover_Sankarea
© 2010 Mitsuru Hattori / Kodansha / Egmont Manga

Info

Sankarea

Original Titel:     さんかれあ
Autor:                    Mitsuru Hattori
Zeichnungen:       Mitsuru Hattori
Verlag:                   Kodansha
Verfügbar:            Band 1-7 (fortlaufend), E-Book
Genre:                   Romantik, Comedy, Horror
Preis:                     6,50 €
Seiten:                   176
ISBN:                     9783-7704-8260-3


 

Zusätzliche Infos

Der Manga erschien in Japan in Kodanshas Manga-Magazin von 2010 bis 2014 und umfasst elf Bände. Bei uns erscheint Sankarea seit April 2014 bei Egmont Manga und umfasst bisher sieben Bände. Noch während der Veröffentlichung des Mangas in Japan, wurde dieser auch als 12-teiliger Anime (+3 OVA) durch das Studio Deen umgesetzt und lief 2012 auf dem japanischen Sender TBS. Ob es zu einer deutschen Veröffentlichung der Serie kommen wird, ist nicht bekannt.

Im Web

Sankarea bei EMA
EMA Homepage
Sankarea bei Kodansha (japanisch)


avatar_logoVerfasst von

Neben Uni-Alltag und Arbeit widmet er sich seinem Hobby – Anime, Manga und die japanische Popkultur. Hört in seiner Freizeit am liebsten Soundtracks, Rock und J-Pop. Ansonsten verbringt er Zeit mit Freunden on- und offline, oder zockt alleine Games. Das Bloggen ist für ihn noch relatives Neuland, aber er lernt immer mehr dazu.


 

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2 Kommentare zu „Angriff der Untoten – Manga-Review: Sankarea“

  1. Das es einen Anime und OVA gibt wusste ich noch gar nicht!!
    Ich habe bis jetzt nur Band 1 und 2 aber muss sagen das ich dir voll zu stimme. Anfangs wusste ich nicht recht was ich von der Zombie Geschichte halten soll aber nach den ersten Kapitel hat es mir richtig zu gesagt.
    :3

    1. Genau so ging es mir auch XD Den ersten Band hatte ich mir damals nur so testweise gekauft, da ich erst etwas skeptisch gegenüber der Story war. Aber ich fand es erfrischend, dass eine „Zombie-Story“ mal so angegangen wurde. Ähnlich hatte es ja auch der Film „Warm Bodies“ getan.
      Toll wäre es, wenn einer der hiesigen Publisher sich der Anime-Serie annehmen würde, aber ich glaube dafür ist die entsprechende Fanbase leider noch zu klein. Doch wer weiß, vielleicht zaubern Kazé und co. ja noch was aus dem Hut. Das Jahr ist schließlich noch lang. 😉

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